Die feuchten
Wiesen im Welter Bachtal wurden wegen ihrer Vorkommen von seltenen Tier- und
Pflanzenarten unter Schutz gestellt. Extensive Beweidung verhindert, dass
Stauden und Büsche aufkommen und das Grünland langsam wieder zu Buschwerk und
Wald wird. Die Welter Bauern leisten mit
ihren Weidetieren diese wichtige Aufgabe unter den strengen Nutzungsauflagen
der Naturschutzgebietsverordnung.
Galloway-Rinder
eignen sich besonders gut zur Pflege der nassen Weiden. Sie sind robust und
verbringen ihr Leben unter freiem Himmel. Die Nahrung unserer hauptamtlichen
Landschaftspfleger besteht ausschließlich aus Gras und Kräutern aus dem
Schutzgebiet. Einem ausgewachsenen Tier steht rund ein Hektar Grünland zur Verfügung. Im Winter werden sie mit Heu zugefüttert, das der
Halter der Tiere, Josef Bontrup, im Sommer hier eingeworben hat. Aus dem
krautreichen Futter bilden die Galloways ein hervorragendes Fleisch. Es wird wegen
seines leichten Wildgeschmacks sehr geschätzt. Der BUND unterstützt seinen
Pächter Herrn Bontrup bei der Vermarktung des Fleisches.
Die Galloways
grasen zweieinhalb Jahre auf den Weiden. Wenn sie ihr Schlachtgewicht erreicht
haben, werden sie eingefangen und zu einer Landschlachterei bei Dülmen
gebracht. Von dort holen Kunden das vollständig küchenfertig zerlegte Fleisch
direkt ab. Ein Tier ergibt acht Portionen, die untereinander gleich sind.
Kontakt: Josef Bontrup (Halter der Galloway-Rinder)
Martin Groß (Gebietsbetreuer
für den BUND)
Unter Wiedehopf@aol.com